Burgdorf

WGS stellt Anfragen zu Schulessen, Familiengrundschulzentren und Ganztag in Burgdorf

[BURGDORF]

Die Ratsfraktion der unabhängigen Wählergemeinschaft WGS FreieBurgdorfer hat zwei umfangreiche Anfragen an die Stadtverwaltung gestell. Die Schreiben stammen von Fraktionsvorsitzendem Rüdiger Nijenhof sowie Dr. Volkhard Kaever und befassen sich mit zwei zentralen Themen der Bildungs- und Familienpolitik in Burgdorf: der Situation des Schulmittagessens sowie der zukünftigen Verzahnung von Ganztagsangeboten und Familienunterstützung.

In der ersten Anfrage geht es um die aktuelle Versorgung der Schüler mit Mittagessen an den Burgdorfer Schulen. Vor dem Hintergrund landespolitischer Debatten über ein kostenfreies und qualitativ hochwertiges Mittagessen für alle Kinder bittet die WGS um eine umfassende Bestandsaufnahme. Die Verwaltung soll darstellen, welche Preise derzeit anfallen, welche Anbieter die Schulen beliefern, welche Erfahrungen es mit diesen Anbietern gibt und wie viele Kinder das Angebot nutzen. Zugleich wird um eine Aufschlüsselung der Zahlen nach Schulen gebeten sowie um Hinweise auf mögliche Unterschiede zwischen den Standorten.

Im Mittelpunkt stehen zudem soziale Fragen. Die Fraktion möchte wissen, ob Kinder aus finanziellen Gründen nicht am Mittagessen teilnehmen und ob sich aus den vorliegenden Daten soziodemographische Faktoren ableiten lassen, die eine Teilnahme erleichtern oder erschweren. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Fördermöglichkeiten über das Bildungs- und Teilhabepaket. Die Verwaltung wird gebeten darzustellen, wie viele Kinder diese Unterstützung nutzen, wie viele trotz Berechtigung kein Schulessen in Anspruch nehmen und welche Hürden dabei bestehen. Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Finanzierungsmodelle geeignet sein könnten, um allen Kindern ein kostenfreies Mittagessen zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang werden auch mögliche Drittfinanzierungen, etwa durch Förderprogramme oder Stiftungen, angesprochen.

Die zweite Anfrage beschäftigt sich mit der künftigen Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Die WGS möchte wissen, ob und in welchem Umfang die Einrichtung von Familiengrundschulzentren in die Überlegungen einbezogen werden kann. Solche Zentren würden über den schulischen Rahmen hinaus niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Eltern und Familien bereitstellen. Sollte eine direkte Anbindung als nicht sinnvoll oder rechtlich nicht möglich bewertet werden, interessiert die Fraktion, wie bestehende Familienzentren oder gemeinnützige Organisationen künftig enger eingebunden werden könnten.

Die Verwaltung wird gebeten darzulegen, wie die betreffenden Einrichtungen zu einer solchen Zusammenarbeit stehen und ob dadurch Angebote entstehen könnten, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Außerdem soll geprüft werden, ob Modellprojekte aus anderen Kommunen oder Bundesländern als Orientierung dienen können.

Beide Anfragen verfolgen das Ziel, den aktuellen Stand in Burgdorf klar herauszuarbeiten und mögliche Handlungsperspektiven für die kommenden Jahre zu entwickeln.

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