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Verifizierung: Welche Arten gibt es?

Heutzutage gehört die Überprüfung der Identität zu den zentralen Schutzmechanismen im digitalen Alltag. Dadurch soll gewährleistet werden, dass eine Person tatsächlich diejenige ist, für die sie sich auch ausgibt. Ob beim Online Banking, bei einem Vertragsabschluss oder bei der Eröffnung eines Glücksspielkontos im Online Casino: Identitätsprüfungen finden in den unterschiedlichsten Bereichen statt. Das ist auch begründet. Denn ohne sie wären Betrug, Geldwäsche und auch Identitätsdiebstahl deutlich leichter möglich.

Bedeutung und Ziel der Identitätsprüfung

Unter einer Identitätsprüfung versteht man den Prozess, mit dem überprüft wird, ob hinter einer bestimmten Handlung oder Transaktion eine reale, existierende Person tatsächlich steht. Ziel ist es sicherzustellen, dass niemand unbefugt im Namen einer anderen Person agiert oder sich eine fremde Identität aneignet. Auf diese Weise wird verhindert, dass gestohlene oder auch gefälschte Identitäten für illegale Zwecke wie Betrug oder Geldwäsche verwendet werden.

In der Praxis läuft eine Identitätsprüfung fast immer nach einem festen Schema ab. Zunächst werden offizielle Dokumente wie Personalausweise, Reisepässe oder Führerscheine kontrolliert. Name, Geburtsdatum und Foto werden überprüft, ob sie mit den Angaben der betreffenden Person übereinstimmen. In sensiblen Bereichen, etwa bei Banken, können noch zusätzlich biometrische Verfahren zum Einsatz kommen.

Wie eine Identitätsprüfung in der Praxis abläuft

Je nach gesetzlichen Vorgaben und Anwendungsgebiet kann der Ablauf einer Identitätsprüfung unterschiedlich ablaufen. Häufig werden mehrere Methoden kombiniert, damit die Authentizität einer Person zweifelsfrei bestätigt werden kann. So werden bei Online Diensten oft Daten mit elektronischen Registern oder Datenbanken abgeglichen, um die Echtheit zu gewährleisten.

Auch der Kontakt mit den Behörden spielt eine Rolle: Wenn Zweifel an einem Ausweisdokument bestehen, wird die ausstellende Institution kontaktiert, damit in weiterer Folge dessen Gültigkeit bestätigt werden kann. In besonderen Fällen, etwa bei hohen Geldtransfers oder bei der Kontoeröffnung, kann zusätzlich ein persönliches Interview oder eine Videoidentifikation erforderlich sein. Dabei wird die Person im Gespräch überprüft und muss ihr Ausweisdokument live vorzeigen.

Online Casinos mit deutscher Lizenz sind besonders streng, wenn es um die Überprüfung der Identität geht, weil es hier ein strenges Regelwerk gibt, das der deutsche Glücksspielstaatsvertrag regelt. Anzumerken ist, dass es aber auch Anbieter gibt, bei denen man sich nicht anmelden muss und daher auch keine Verifizierung erforderlich ist. Diese Online Casinos haben keine deutsche Lizenz, sie sind aber, wenn mit internationaler Glücksspiellizenz gearbeitet wird, dennoch seriös.

Welche Nachweise als Identitätsbeleg gelten

Um seine Identität nachweisen zu können, können verschiedene Dokumente und Verfahren zum Einsatz kommen. Am gebräuchlichsten sind Personalausweise und Reisepässe, da sie von staatlichen Behörden ausgestellt und international anerkannt sind. In vielen Fällen akzeptieren Institutionen auch Führerscheine. Am Ende ist es wichtig, dass es sich um einen gültigen Lichtbildausweis handelt.

Daneben spielen je nach Land und Situation andere Unterlagen eine Rolle, etwa Sozialversicherungsausweise, Staatsbürgerschaftsnachweise oder Gesundheitskarten. In Bildungseinrichtungen gelten Studentenausweise als anerkannte Identitätsbelege, während im Arbeitskontext auch Firmenausweise oder Zugangskarten eine Identifizierung ermöglichen.

Zunehmend gewinnen auch digitale Methoden an Bedeutung. Online Identifikationsdienste prüfen Identitäten elektronisch, etwa durch Benutzerkonten mit Zwei Faktor-Authentifizierung oder biometrische Verfahren über Smartphone und Webcam. Auch notarielle Beglaubigungen und elektronische Signaturen übernehmen in der digitalen Verwaltung heute eine zentrale Funktion.

Unterschiedliche Methoden der Identitätsprüfung

Die Verfahren zur Identitätsprüfung haben sich mit der Digitalisierung natürlich über die Jahre stark weiterentwickelt. Neben klassischen Methoden wie der Ausweiskontrolle kommen heute auch immer häufiger moderne Technologien zum Einsatz. Passwörter und PINs sind die einfachsten Formen der Authentifizierung, doch ihre Sicherheit gilt längst als begrenzt. Aus diesem Grund greifen viele Anbieter auf das Zwei Faktor-Verfahren zurück, bei denen zusätzlich ein mobiles Gerät oder ein biometrisches Merkmal abgefragt wird.

Biometrische Verfahren, dazu gehören beispielsweise Fingerabdruckscanner oder Gesichtserkennungssysteme, sind inzwischen weit verbreitet. Sie basieren auf individuellen Körpermerkmalen und erschweren erheblich die Manipulationen. Auch Methoden, die auf der Hardware basieren, beispielsweise Smartcards, USB-Token oder NFC-Tags kommen zum Einsatz, vor allem in sicherheitskritischen Bereichen wie bei Behörden oder in Finanzinstituten. Diese physischen Komponenten erzeugen Einmalcodes oder speichern digitale Zertifikate, mit denen dann eine sichere Authentifizierung ermöglicht wird.

Im Bereich der digitalen Wirtschaft werden aktuell zwei Hauptverfahren eingesetzt: das VideoIdent-Verfahren, bei dem ein geschulter Mitarbeiter die Identität per Videoanruf überprüft, und das vollautomatisierte AutoIdent-Verfahren. Letzteres vergleicht mittels KI das Ausweisdokument mit einem Selfie und ermöglicht dadurch eine schnelle Verifikation ohne menschliche Beteiligung.

Die Dauer der Verifizierung hängt stark von der Methode ab. Während viele automatische Verfahren über App oder Browser meist in wenigen Minuten abgeschlossen sind, dauert eine von Experten gestützte Videoidentifikation etwas länger. In der Regel muss man sich hier zwischen 10 und 30 Minuten Zeit nehmen. Bei klassischen, manuellen Verfahren, etwa durch Behörden oder Notare, kann der Prozess sogar mehrere Tage dauern. Entscheidend ist, wie effizient das jeweilige System arbeitet und wie gut die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Warum Identitätsprüfungen unverzichtbar sind

Die Bedeutung der Identitätsprüfung geht letztlich weit über einfache Sicherheitsmaßnahmen hinaus. In vielen unterschiedlichen Lebensbereichen ist sie Voraussetzung für die rechtliche Gültigkeit von bestimmten Prozessen. Ohne sie könnten etwa Verträge, Kreditanträge oder Kontoeröffnungen missbraucht werden. Zudem ist die Verifizierung auch ein Eckpfeiler im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Gesetze wie das deutsche Geldwäschegesetz (GwG) verpflichten die Banken und Finanzdienstleister dazu, dass sie die Identität ihrer Kunden eindeutig feststellen. Dadurch kann verhindert werden, dass Personen unter einem falschen Namen Finanzgeschäfte tätigen. Auch beim Schutz von Minderjährigen spielt die Identitätskontrolle eine Rolle, etwa wenn Online Plattformen sicherstellen müssen, dass Jugendliche keinen Zugang zu nicht jugendfreien Inhalten erhalten.

Darüber hinaus dient die Identitätsüberprüfung auch dem Datenschutz und der Datensicherheit: Nur autorisierte Personen sollen Zugriff auf sensible Informationen oder Systeme erhalten. Auch im E-Commerce und bei digitalen Finanzdienstleistungen hilft die Identitätsprüfung, Betrug und Kontoübernahmen zu verhindern.

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