Burgdorf

Neue Ausstellung „Burgdorfer Familiengeschichten“

14 Familien, die seit Generationen in Burgdorf verwurzelt sind

[BURGDORF]

Vom Sonntag, 16. November, bis Sonntag, 4. Januar 2026, zeigen der VVV, die Stadt Burgdorf und der Förderverein Stadtmuseum die neue Ausstellung „Burgdorfer Familiengeschichten“ in der KulturWerkStadt, Poststraße 2 in Burgdorf. Zum Ausstellungsteam gehören Erika Flocke, Anke Gehrke, Christel Hoffmann-Pilgrim, Heidrun Rickert, Heidi Rust, Silvia Schwentke, Gero von Oettingen und Burkhard Wolters. Fördernde Unterstützung leisteten die Region Hannover und die Stadtsparkasse Burgdorf. Die Schau öffnet sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr. Ein begleitender Ausstellungsführer (Schutzgebühr: 5 Euro) ist ab 23. November in der KulturWerkStadt und bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2 in Burgdorf, erhältlich.

14 bemerkenswerte Familien

Die Ausstellung stellt vierzehn Familien vor, die mehrheitlich seit Generationen das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben Burgdorfs mitgeprägt haben. Biographische Schautafeln, private Dokumente, Fotos und Erinnerungsstücke zeichnen ein persönliches Bild dieser seit vielen Dekaden oder Jahrhunderten mit der Stadt verbundenen Familien.

Unterschiedliche Lebenswege

Im Mittelpunkt stehen die Familien Bethmann, Dietrich, Fehling, Haase, Hoppe, Hunze, Kannacher, Konerding, Niemack, Paysen, Schuster, Volkmann, Wendemuth und Westendorf. Sie stehen exemplarisch für ganz unterschiedliche Lebenswege: von Handwerk und Landwirtschaft über Handel und Gewerbe bis hin zu Ehrenamt, Kultur und bürgerschaftlichem Einsatz.

Das Haus der Arztfamilie Paysen Am Kleinen Brückendamm 1938.

So ist die Familie Fehling eine der traditionsreichsten Familien Burgdorfs, die mütterlicherseits von der Bauernfamilie Kothen abstammt. Diese bewirtschaftete jahrhundertelang einen Kötnerhof in Weferlingsen. Heute führt der Nachfahre Jörg Fehling ein bald 90 Jahre altes Modeunternehmen in der Marktstraße. Die Familie Dietrich wiederum gründete in den 1960er Jahren in der alten Matratzenfabrik am Bahnhof das Unternehmen „Waldi-Leuchten“ für die Herstellung von Wohnraumleuchten. Dass die Burgdorfer Verstorbenen zu ihrer letzten Ruhestätte in einem würdigen Rahmen gelangen, ist seit vielen Jahrzehnten der Familie Volkmann zu verdanken, die zudem ein herausragendes ehrenamtliches Engagement im Sportbereich und Schützenwesen mit der Stadt auszeichnet.

Zwei verdienstvolle Bürgermeister

Untrennbar mit der Ortschaft Otze verbunden ist Carl Hunze, dessen Verdienste als langjähriger Ortsbürgermeister (1974 bis 2016) und Koordinator der Otzer Vereine kaum hoch genug einzuschätzen sind. Ein ebenso verdienter Bürgermeister in Burgdorf war Heinrich Schuster, der in seiner langjährigen Amtszeit von 1889 bis 1926 unter anderem für die Einrichtung einer öffentlichen Kanalisation und den Bau des Elektrizitätswerkes und des Finanzamtes sorgte. Seine Familie starb 1983 mit dem Tode des Sohnes Heinz aus. Beginnend mit dem Zuzug des Stammvaters Heinrich Niemack im Jahr 1798, gehörte die Familie fast 150 Jahre zu den einflussreichsten Bürgern der Stadt als Unternehmer und in Ausübung wichtiger politischer Ämter. Mit dem Tod des Ministerialdirigenten Heinrich Niemack im Jahr 1944 löste sich der frühere Glanz des Familienclans im Nebel des Vergessens auf.

Eine Gaststätte mit Alleinstellungsmerkmal

Burgdorf und dessen Ortschaften wiesen einst eine blühende Gaststättenlandschaft auf. Zu den wenigen Gastwirtschaften, die bis heute überlebt haben, gehört das Gasthaus Haaase, das sich seit 1877 ununterbrochen in Familienbesitz befindet und damit ein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Erste Trägerin der Bürgermedaille der Stadt Burgdorf war im Jahr 2002 die Dachtmisserin Margret Hoppe, die sich aufopferungsvoll fast 50 Jahre um ihre schwerstkranke Tochter kümmerte. Alle vorgestellten Familien zeichnet ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl aus, das auch beim Wechsel der Generationen anhielt. Obwohl traditionell meist die Väter die Familien nach außen repräsentierten, belegt die Ausstellung anschaulich, dass die Frauen als gleichwertige Stützen der Familien eine entscheidende Rolle spielten.

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